Aktuelles

Monoklonale Antikörper als Hoffnungsträger für unheilbare Krankheiten?

Migränepatienten können vielleicht bald aufatmen. Durch den Einsatz von monoklonalen Antikörpern (MAK) könnte es künftig möglich sein, die unberechenbaren, episodischen und chronischen Kopfschmerzen besser in den Griff zu bekommen. Die Ergebnisse der ersten klinischen Studien mit dem Einsatz von MAK waren vielversprechend: Die Migräneattacken der Betroffenen konnten deutlich reduziert werden.1 Bergen monoklonale Antikörper also das Potenzial, als Hoffnungsträger für die Therapie unheilbarer Krankheiten zu gelten und damit bestehende Therapielücken zu schließen?

Was sind Antikörper eigentlich und wie funktionieren sie?
Jeder Mensch trägt Antikörper in sich. Das Immunsystem bildet sie, um den Körper vor Krankheiten zu schützen. Mit Antikörpern werden Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien markiert, als unerwünschte Fremdstoffe identifiziert und aus dem Körper eliminiert. Dabei bindet ein bestimmter Antikörper ganz spezifisch an den entsprechenden Fremdstoff. In der Medizin haben sich Antikörper bereits in vielen Bereichen etabliert. Die gezielt – z. B. in Tieren – gewonnenen Antikörper werden u. a. als passive Impfstoffe eingesetzt, etwa als Immunseren bei Tollwut oder bei Schlangenbissen.

Was ist die Besonderheit von monoklonalen Antikörpern?
MAK sind moderne, künstlich hergestellte Antikörper, die gezielt produziert werden, um hochspezifisch nur ein bestimmtes Merkmal zu erkennen. Die Y-förmigen Eiweißmoleküle finden sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie verschiedener Erkrankungen Verwendung.

Wie werden monoklonale Antikörper bisher eingesetzt?
Derzeit sind ca. 59 monoklonale Antikörper zugelassen.2 Die zur Gruppe der Biologika gehörenden Arzneimittel ermöglichen eine zielgerichtete und dadurch auch für die Patienten besser verträgliche Behandlung. Die therapeutischen Haupteinsatzgebiete sind dabei bisher die Onkologie (41%) und Autoimmunerkrankungen (42%) (z. B. Rheumatoide Arthritis, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen). Aber auch in Indikationen wie Asthma gewinnen MAK immer mehr an Bedeutung.2

Wo liegt die Zukunft für den Einsatz von monoklonalen Antikörpern?
Obwohl die Verwendung von MAK bereits gängiger Bestandteil verschiedener Therapien ist, besteht noch Bedarf an intensiver Forschung zu weiteren Therapiemöglichkeiten mit MAK, insbesondere im Bereich der als unheilbar geltenden Krankheiten.

Aktuell wird der Einsatz von MAK untersucht, die gezielt gegen Faktoren gerichtet sind, die an der Krankheitsentstehung beteiligt sind. So wird beispielsweise vermutet, dass bei Patienten mit Migräne der Eiweißstoff Calcitonin-Gene-Related-Peptide (CGRP) eng mit der Entstehung der Kopfschmerzen gekoppelt ist. Mit einem MAK kann die schmerzauslösende Substanz abgefangen und so versucht werden, die Symptome zu lindern.

Nach der erfolgreichen Einführung eines MAK für Patienten mit eosinophilem Asthma3 hofft TEVA auf weitere positive Forschungsergebnisse für den Einsatz von MAK, insbesondere in der Schmerztherapie. Monoklonale Antikörper scheinen eine aussichtsreiche Möglichkeit zu bieten, um therapeutische Lücken zu verringern und damit die Lebensqualität der Patienten in absehbarer Zukunft zu verbessern.

1 Bigal ME et al., Safety, tolerability, and efficacay of TEV-48125 for preventive treatment of high-frequency episodic migraine: a multicenter, randomized, double-blind, placebo-controlled, phase 2b study, Lancet Neurol. Nov 2015; 14(11):1081-90. Bigal ME et al., Safety, tolerability, and efficacay of TEV-48125 for preventive treatment of chronic migraine: a multicenter, randomized, double-blind, placebo-controlled, phase 2b study, Lancet Neurol. Nov 2015; 14(11):1091-100.
2 Paul-Ehrlich-Institut: Monoklonale Antikörper, URL: www.pei.de/DE/arzneimittel/immunglobulinemonoklonale- antikoerper/monoklonale-antikoerper/monoklonale-antikoerper-node.html (Stand: 12.06.2017)
3 Deeks ED et al., Reslizumab in Eosinophilic Asthma: A Review, Drugs. Mai 2017; 77(7):777-784.

Multiple Sklerose: Patienten wollen bei der Therapie mit einbezogen werden

Im europäischen Vergleich liegen Neurologen aus Deutschland weit vorne, wenn es um die Einbeziehung von Patienten in die Therapieentscheidung der schubförmigen Multiplen Sklerose geht. In einer Online-Befragung auf der Website der „European Multiple Sclerosis Platform vergaben deutsche Patienten hinsichtlich „Involvement and Empowerment“ im Durchschnitt 33 von 35 möglichen Punkten. Belgien, Italien, Russland und das UK lagen mit jeweils 28 Punkten auf dem zweiten Platz.1 Eine in Deutschland, Italien, Spanien, dem UK und den USA durchgeführte Studie2, bei der 982 MS-Patienten und 900 Neurologen befragt wurden, hat gezeigt, dass im Durchschnitt fast 40% der Patienten von ihrem Arzt nicht oder nur wenig an den Therapieentscheidungen beteiligt wurden. In Deutschland war der Arzt bei immerhin 15% der Alleinentscheider. Zufriedenheit der Patienten mit ihrer krankheitsmodifizierenden Therapie hing stark davon ab, wie wohl sie sich im Gespräch mit ihrem Neurologen fühlten und wie sehr sie an Entscheidungsprozessen teilhaben konnten. Ein weiteres Ergebnis: Die Neurologen schätzten die negativen Auswirkungen der Erkrankung in allen Lebensbereichen stärker ein als die Patienten selbst.

Gemeinsamer Tag in der Arche - Volunteering Day der Speciality

Mit vielen helfenden Händen kann man eine ganze Menge bewirken. Das sahen auch die Mitarbeiter der Specialty Medicines, die Ende Juni zum zweiten Mal einen Volunteering Tag durchführten. Mehr als 70 Innendienstmitarbeiter trafen sich in einer Einrichtung der Arche, um das etwas in die Jahre gekommene Gebäude wieder in Schuss zu bringen. Es wurde gestrichen, Laminat verlegt, geputzt und auch der Garten wurde auf Vordermann gebracht.

Die Arche wurde 1995 in Berlin gegründet. Inzwischen gibt es deutschlandweit mehr als 20 Einrichtungen, in denen Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen nach der Schule betreut werden. Es gibt dort kostenlose Mahlzeiten, sowie eine Hausaufgabenbetreuung und Freizeitangebote. Trotz Vergünstigungen können sich viele Eltern eine staatliche Nachmittagsbetreuung nicht mehr leisten, so dass das Angebot der Arche auf große Resonanz stößt. Der Verein finanziert sich fast ausschließlich über Spenden. Der Wettergott hatte ein Einsehen, trotz dunkler Wolken blieb es trocken, so dass alle geplanten Arbeiten durchgeführt werden konnten. Die Teva-Mitarbeiter hatten sichtlich Spaß an der für die meisten doch recht ungewöhnlichen Aufgabe. Am Ende des Tages gingen sie voller Stolz durch das frisch renovierte Gebäude. Das schönste jedoch waren die strahlenden Kinderaugen, die allen gezeigt haben: Es hat sich gelohnt.

Spenden für „Die Arche“ und das „Kinderhospitz Bärenherz“

Mit Unterstützung von Teva haben Ärzte 2.500 Euro an das Kinder- und Jugendwerk „Die Arche“ und 2.000 Euro an das Kinderhospiz Bärenherz in Leipzig gespendet. Möglich gemacht wurde dies durch das von Teva für Ärzte organisierte Fortbildungsangebot „Wissen.Schaffen.“Während der Veranstaltung müssen die Teilnehmer in Gruppen verschiedene Aufgaben bewältigen. Hierfür erhalten sie Wissenspunkte. Diese wandelt Teva am Ende der Fortbildung in einen Geldbetrag um. Das Team mit den meisten Punkten darf sich dann ein gemeinnütziges Projekt aussuchen, dem es das Geld spendet. Teva ist in Deutschland mit innovativen Medikamenten in den Bereichen Neurologie, Atemwege, Onkologie und Schmerz vertreten. Auch die Marke ratiopharm gehört zum Portfolio.

Umweltzertifikat für weitere drei Jahre bestätigt

Langfristige Ziele einer MS-Behandlung sind die Senkung der jährlichen Schubrate, die Verringerung des Gewebeverlusts im Gehirn aufgrund der so genannten „Neurodegeneration“ sowie die Aufrechterhaltung der Lebensqualität im Alltag. Als Schub werden die vom Patienten erlebten Symptome geschildert, die im Laufe von wenigen Tagen auftreten und mindestens 24 Stunden anhalten. Sie persistieren einige Tage bis mehrere Wochen und bilden sich spontan komplett oder unvollständig zurück. Beispiele für Schübe sind Sehstörungen, Bewegungsstörungen, Kribbelerscheinungen und viele mehr. Viele Patienten können durch die frühzeitige Behandlung zum Beispiel mit das Immunsystem beeinflussenden Wirkstoffen über einen sehr langen Zeitraum mit wenigen Schüben oder sogar ganz ohne Schub bleiben. Diese Substanzen beeinflussen entweder durch Modulation oder Suppression die körpereigene Immunabwehr. Vor mehr als 20 Jahren wurden die ersten dieser Substanzen zur Therapie der MS zugelassen. Sie werden subkutan oder intramuskulär injiziert. Seit 2013 gibt es in der MS-Basistherapie auch orale Therapieoptionen, für die aber noch keine Langzeiterfahrungen vorliegen.

Service

Allgemeine Informationen zum Pharmaunternehmen Teva in Deutschland stehen hier zum Download bereit: