Aufstieg in die Liga der Biotech-Größen

16.08.2017

Genesis heißt das Projekt der neuen Biotech-Anlage der Teva Deutschland GmbH in Ulm. Der Name ist Programm.

Denn mit der neuen Anlage, die ein Investitionsvolumen von 500 Millionen Euro aufweist, steigt der Standort in die Liga der biotechnologischen Großproduzenten auf, sagt Hermann Allgaier, Geschäftsführer der Teva Biotech GmbH. Die Planungsphase für das Großprojekt läuft bereits seit einem Jahr. 50 Mitarbeiter treiben das Projekt voran. Ende Juni startete nun die Bauphase. Im Jahr 2020 soll die Anlage in Betrieb gehen.

In den vergangen sechs Jahren sind bereits vier biotechnologisch hergestellte Medikamente in Ulm zur Marktreife gebracht worden. Dabei handelt es sich laut Allgaier um hochwirksame Medikamente, die im Bereich von Millionstel Gramm dosiert werden. In der neuen High-Tech-Anlage werden monoklonale Antikörper hergestellt. Diese gelten unter den Biopharmazeutika und im gesamten Arzneimittelmarkt als der größte Wachstumsmarkt. Ihre Dosierung erfolgt in Tausendstel Gramm. Daher sind die Bioreaktoren nicht wie bisher 100 bis 500 Liter groß, sondern weisen ein wesentlich höheres Bioreaktorvolumen auf.

Bei der biotechnologischen Produktion werden mit Hilfe von Zellkulturen Proteine, beispielsweise auch monoklonale Antikörper, gewonnen. „Diese kann man so programmieren, dass sie auf bestimmte Ziele einwirken", erläutert Allgaier. Krebszellen wachsen schneller und benötigen eine höhere Blutzufuhr. Ein monoklonaler Antikörper lasse sich so adressieren, dass er die Krebszelle identifiziert, dort andockt und die Blutzufuhr verringert, ein Beispiel von vielen zur Therapie mit Antikörpern.

Teva Deutschland beschäftigt 2900 Mitarbeiter in Ulm, Blaubeuren und Berlin. [!]

 

Merckle_Biotec_3.jpg

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