Teva fährt mit Erdgas-Lkw im Serienbetrieb

24.04.2018

Weiterer Meilenstein im Umweltmanagement des Arzneimittelunternehmens

Ulm, April 2018. Insgesamt sechs Monate lang testete das Arzneimittelunternehmen Teva in seinem Fuhrpark die neue, im LNG-Verfahren mit Erdgas betriebene Iveco-Zugmaschine – mit Erfolg. Teva hat deshalb das Fahrzeug in den Serienbetrieb übernommen.

„Umweltmanagement und Umweltschutz sind bei uns kein Lippenbekenntnis. Schon seit einigen Jahren weiten wir das Thema Energieeffizienz am deutschen Standort konsequent aus. Die 100 % Nutzung erneuerbaren Stroms sowie firmeneigene Elektroautos sind nur zwei Beispiele. Mit dem Einsatz eines Erdgas Lkw’s haben wir den Umweltschutzgedanken nun auch in unserer eigenen Fuhrpark-Flotte fortgeführt“, so Christoph Stoller, General Manager Teva Deutschland und Österreich

Sechsmonatiger Vergleichstest ausschlaggebend für Übernahme

Teva ließ den 400 PS starken Iveco Stralis LNG (Liquified Natural Gas) im nationalen Fernverkehr-Vergleichstest auf einer Gesamtstrecke von 75.000 Kilometern gegen einen gleich stark motorisierten Euro 6 Diesel-Lkw antreten. Beide Fahrzeuge fuhren die identischen Touren mit der identischen Fracht, um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Wie die Auswertungen ergaben, schnitt der Erdgas-Lkw im direkten Vergleich in zentralen Punkten besser ab: geringere Stickoxyd- und CO2-Emissionen, deutlich leiser und vor allem nachweislich wirtschaftlicher im Betrieb. „Vor dem Hintergrund drohender Fahrverbote in bestimmten Großstädten haben wir mit dem LNG-Lkw eine serienreife technische Lösung im Fuhrpark und können die Belieferung unserer Kunden in kritischen Regionen sicherstellen“, betont Bernd Schlumpberger, Leiter Fuhrpark Teva Deutschland. „Mit einer LNG-Tankstelle auf dem Ulmer Iveco-Gelände in unmittelbarer Nähe unserer Logistikzentrale sowie weiteren Tankstellen an strategischen Punkten auf unseren Routen ist auch die Kraftstoffversorgung gesichert."

Der Kraftstoffverbrauch des LNG-Truck liegt mit 22,1 Kilogramm pro 100 Kilometer vergleichsweise niedriger als beim Dieselfahrzeug mit 24,6 Litern. Gegenüber der Diesel-Variante ergibt sich bei den derzeitigen Kraftstoffkosten mit der genannten Laufleistung beim LNG-Lkw ein Kostenvorteil von rund 7.640 EUR Ersparnis im Jahr (Diesel-Kosten von 28.900 EUR inkl. AdBlue versus 21.260 EUR Kosten für LNG). Auch die Emissionsbilanz kann sich sehen lassen: Die CO2-Einsparung gegenüber der Diesel-Variante liegt bei 6,698 Tonnen mit dem verwendeten fossilem LNG. Zusätzlich bietet das im Vergleich deutlich leisere Laufverhalten des LNG-Fahrzeuges Vorteile bei der Belieferung von Kunden in lärmsensiblen Gebieten, wie zum Beispiel Krankenhaus-Arealen.

Der LNG-Lkw kann mit einer Reichweite von rund 1.300 Kilometern rund 2/3 der nationalen Touren von Teva übernehmen. Mit durchschnittlich fünf Endlade- und zwei Beladestellen konnte im Praxistest von Ulm aus ein Rundlauf in einem Radius von ca. 600 Kilometern realisiert werden.

Eigener Fuhrpark für Pharmatransporte

In Deutschland verfügt das Arzneimittelunternehmen Teva über einen eigenen Fuhrpark mit insgesamt 70 eigenen GDP-qualifizierten Pharmafahrzeugen bis 40 Tonnen mit hochwertiger Sicherheitsausstattung. Diese sind standardmäßig mit Telematik ausgerüstet und werden 24/7 über einen externen Monitoring-Dienstleister überwacht. Mit dem Erwerb einer EU-Speditionslizenz bietet Teva seit Mitte 2017 nun auch Drittkunden die Abwicklung von GDP-konformen Pharmatransporten an. Teva ist dabei bekannt für die extrem hohen Anforderungen in Bezug auf das GDP-konforme Qualitäts- und Prozessmanagement, das weit über dem Branchenstandard liegt. Regelmäßige Selbstinspektionen und Audits sichern die hohe Transportqualität langfristig ab. Auch in Bezug auf die eingesetzte Fahrzeugtechnik gilt Teva als wegweisend. Ein Beispiel hierfür ist der GDP-qualifizierte High-Security-Trailer von Krone mit 24/7-Überwachung.

Teva GmbH
Teva ist in Deutschland mit Markenarzneimitteln, Generika und freiverkäuflichen Medikamenten breit aufgestellt. Rund 2.700 Mitarbeiter verteilen sich auf die Standorte Ulm, Blaubeuren/Weiler und Berlin. Der Deutschlandsitz ist Ulm. Mit Originalpräparaten ist das Unternehmen in den Indikationen Neurologie und Onkologie erfolgreich vertreten. Mit seinem Originalprodukt aus der eigenen Forschung ist das Unternehmen in Deutschland Marktführer im Multiple Sklerose Markt. Zu Teva Deutschland gehört mit ratiopharm die meistverwendete und bekannteste Arzneimittelmarke Deutschlands. Die Vermarktung der Originalpräparate erfolgt vom Standort Berlin aus. Das komplette Generika- sowie OTC-Geschäft für Deutschland ist in Ulm konzentriert.

Teva Global
Teva Pharmaceutical Industries Ltd., mit Firmensitz in Israel, ist ein weltweit führendes und global agierendes Arzneimittelunternehmen, das tagtäglich Millionen Menschen patientenorientierte Gesundheitslösungen von höchster Qualität anbietet. Teva ist Weltmarktführer unter den Generikaunternehmen, mit mehr als 1.800 Molekülen deckt das generische Portfolio nahezu alle Krankheitsgebiete ab. Im Bereich der Spezialtherapeutika nimmt Teva eine weltweit führende Position in der innovativen Behandlung von Störungen des zentralen Nervensystems ein und verfügt außerdem über ein starkes Portfolio zur Behandlung von Atemwegserkrankungen. Dieses Know-how sowohl bei Generika als auch bei innovativen Präparaten vereint Teva mit dem Ziel, neue von dem Bedürfnis der Patienten ausgehende Angebote an Hilfsmittel, Service und Technologien, zu entwickeln. Der Konzern erzielte im Jahr 2017 einen Umsatz von 22,4 Milliarden US-Dollar.

Kontakt:
Markus Braun (markus.braun@teva.de, Telefon 0731/402-7738)
Ulrike Krieger-Ballhausen (ukrieger-ballhausen@teva.de, Telefon 0731/402-5241)