Wenn Strom Leben rettet

22.04.2026

Teva versorgt sechs Gesundheitszentren in Madagaskar mit Solarenergie

Ein Techniker bei der Installation eines Solar-Panels.
Ein Techniker bei der Installation eines Solar-Panels.

Notfallbehandlungen bei Kerzenlicht, Medikamente ohne Kühlung, eingeschränkte Behandlungsmöglichkeiten: Für viele Gesundheitszentren in ländlichen Regionen Madagaskars ist das Alltag. Ein Projekt von Teva Deutschland hat nun die Situation vor Ort verbessert – mit Solarstrom für eine verlässliche medizinische Versorgung.

Seit Anfang 2025 hat Teva Deutschland gemeinsam mit der gemeinnützigen Klimaschutzorganisation atmosfair die Elektrifizierung von sechs Gesundheitszentren in den südlichen Regionen Atsimo Andrefana und Anosy unterstützt. Das Projekt ist nun erfolgreich abgeschlossen und die Einrichtungen verfügen heute über eine stabile, saubere und klimafreundliche Stromversorgung durch Photovoltaikanlagen. 

„Verlässliche Energie ist eine Grundvoraussetzung für medizinische Versorgung – besonders in ländlichen Regionen. Mit dem Projekt in Madagaskar verbinden wir Klimaschutz mit einem ganz konkreten Nutzen für die Menschen vor Ort. Das entspricht unserem Anspruch, Verantwortung für Gesundheit, Klima und Entwicklung zu übernehmen“, sagt Andreas Burkhardt, Geschäftsführer Teva Deutschland.

Das Projekt verbindet zwei zentrale Anliegen von Teva: den Beitrag zum Klimaschutz und die Verbesserung des Zugangs zu medizinischer Versorgung. Umgesetzt wurde es gemeinsam mit atmosfair, der Nichtregierungsorganisation „Ärzte für Madagaskar“ sowie dem lokalen Projektentwickler „Anka Madagascar“.

Zuverlässige Energie als Grundlage für medizinische Versorgung

Viele der Gesundheitszentren in ländlichen Regionen Madagaskars sind nicht an das nationale Stromnetz angeschlossen. Eine verlässliche Energieversorgung war daher bislang nicht gegeben. Notfallbehandlungen mussten teilweise bei Kerzenlicht durchgeführt werden, Medikamente und Impfstoffe konnten aufgrund fehlender Kühlmöglichkeiten nicht eingesetzt werden. Teilweise kamen Dieselgeneratoren zum Einsatz – eine kostenintensive, laute und klimaschädliche Lösung.

Im Rahmen des Projekts hat Teva im letzten Jahr sechs Basisgesundheitszentren des Levels 2 (Centre de Santé de Base, CSB II) mit Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern ausgestattet. Die Zentren verfügen jeweils über fünf bis neun Räume, darunter Kreißsäle, stationäre Behandlungsräume und Wartebereiche. Die Gesundheitszentren versorgen Einzugsgebiete mit insgesamt rund 100.000 Menschen. Zwischen Oktober 2024 und Oktober 2025 wurden in den sechs Einrichtungen 18.496 medizinische Behandlungsfälle dokumentiert – darunter Geburten, Notfallbehandlungen und Vorsorgeuntersuchungen.

Die Versorgung mit Solarstrom ermöglicht nun unter anderem die sichere Kühlung von Medikamenten, Beleuchtung für nächtliche Notfälle sowie den Betrieb medizinischer Geräte. Damit verbessern sich die Behandlungsbedingungen vor Ort spürbar – und Patientinnen und Patienten profitieren unmittelbar. 
Darüber hinaus hat Teva im Rahmen des Projekts verbliebene Mittel genutzt, um bei acht weiteren Gesundheitszentren die technische Innenausstattung für die Solarelektrifizierung zu finanzieren, beispielsweise durch die Bereitstellung von IT‑Equipment.

Messbarer Beitrag zu Klima und Entwicklung

Neben dem direkten Nutzen für die Gesundheitsversorgung leistet das Projekt auch einen Beitrag zum Klimaschutz: atmosfair geht davon aus, dass die Solarelektrifizierung der sechs Einrichtungen zu einer CO₂‑Einsparung von rund 18 Tonnen pro Jahr führt. 

Und auch die lokale Bevölkerung profitiert: denn überschüssiger Solarstrom wird künftig genutzt, etwa zum Aufladen von Mobiltelefonen. Die dafür erhobene geringe Gebühr trägt zur Wartung und langfristigen Funktionsfähigkeit der Anlagen bei.

Nachhaltigkeit im Rahmen der „Healthy Future“-Strategie

Das Projekt ist Teil der globalen Teva-Nachhaltigkeitsstrategie „Healthy Future“. Im Fokus stehen dabei die drei Handlungsfelder Healthy People, Healthy Planet und Healthy Business. Die Elektrifizierung der Gesundheitszentren in Madagaskar zeigt beispielhaft, wie sich Klimaschutz mit konkreten Verbesserungen für die Gesundheitsversorgung verbinden lässt – und wie nachhaltige Projekte langfristig Wirkung vor Ort entfalten können.