Frau zieht sich die Kapuze ins Gesicht und blickt nach unten 
INNOVATIVE THERAPIEN

Was ist Schizophrenie?

Schizophrenie ist eine chronische, oft fortschreitende psychische Erkrankung, die das Denken, Fühlen und Verhalten der Betroffenen nachhaltig beeinflussen kann.1,2

Patientinnen und Patienten leiden unter vielfältigen Symptomen, darunter:1,2 

  • Wahnvorstellungen
  • Halluzinationen 
  • unstrukturiertes Sprechen oder Verhalten sowie  
  • Einschränkungen der kognitiven Leistungsfähigkeit

 

Fehlendes Wissen und Verständnis in der Gesellschaft kann für die Betroffenen einen Kreislauf aus Stigmatisierung und sozialer Isolation in Gang setzen – mit weitreichenden Folgen für ihre Gesundheit, ihre sozialen Beziehungen und ihre gesellschaftliche Teilhabe.

 


Wie viele Menschen sind erkrankt und welche Auswirkungen hat Schizophrenie auf die Betroffenen?

Weltweit sind derzeit rund 23 Millionen Menschen an Schizophrenie erkrankt.3 In Deutschland leben schätzungsweise 800.000 Betroffene mit einer gesicherten Diagnose.4 Das entspricht etwa 1 % der Bevölkerung.

 

Männer und Frauen gleichermaßen betroffen

Zwischen den Geschlechtern macht die Krankheit keinen Unterschied – Männer und Frauen sind in etwa gleichermaßen häufig betroffen.4 Besonders dramatisch ist bei Menschen mit Schizophrenie eine um 15-20 Jahre verkürzte Lebenserwartung.2


Eine  Schizophrenie kann in jedem Lebensalter auftreten. Der durchschnittliche Erkrankungsbeginn liegt bei Männern im Übergang von den späten Teenagerjahren bis Mitte 20 und bei Frauen typischerweise zwischen Mitte 20 und Mitte 30.3,5

 

Männer: Späte Teenagerjahre bis Mitte 20
 

Frauen: Mitte 20 bis Mitte 30



erhielten keine psychiatrische Behandlung in den letzten 6-12 Monaten


In epidemiologischen Studien geben rund 40 % der befragten Menschen mit Schizophrenie an, in den vorangegangenen 6 bis 12 Monaten keinerlei psychiatrische Behandlung erhalten zu haben.6



Hohe Rückfallraten weltweit


Rückfälle bleiben eine anhaltende und komplexe Herausforderung für viele Schizophrenie-Patientinnen und
-Patienten. Studien berichten hohe Rückfallraten.7,8 

Jeder Rückfall birgt Risiken, darunter: 
 

  • Veränderungen der Gehirnstruktur: Rückfälle können zu messbaren strukturellen Veränderungen im Gehirn führen.
  • Verlust alltäglicher Funktionsfähigkeit: Häufige Rückfälle können dazu führen, dass Betroffene im Alltag schlechter zurechtkommen.10 
  • Entwicklung einer Therapieresistenz: Wiederholte Rückfälle können dazu führen, dass Therapien weniger wirksam sind.8

Weiterführende Inhalte

Patientinnen und Patienten sowie Angehörige geben Einblicke, wie sie ihren Alltag mit psychischen Erkrankungen erleben.
 


Junger Mann steht im Gegenlicht der Sonne auf einer Wiese 

Unter der Oberfläche: Die versteckten Ursachen und Folgen von Stigmatisierung bei Schizophrenie.

Für viele Menschen mit Schizophrenie und ihre Angehörigen ist nicht nur die Erkrankung selbst belastend, sondern auch der Umgang mit Vorurteilen und Ausgrenzung. Dieser Bericht fasst die Ergebnisse einer Befragung in vier europäischen Ländern (2025) zusammen und zeigt, wie Stigmatisierung das Leben von Betroffenen beeinflusst, und welche Veränderungen helfen können, Verständnis und Unterstützung zu stärken.  

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REFERENZEN:

1 Velligan DI, Rao S. The epidemiology and global burden of schizophrenia. J Clin Psychiatry. 2023;84(1):MS21078COM5. doi:10.4088/JCP.MS21078COM5

2 Wander C. Schizophrenia: opportunities to improve outcomes and reduce economic burden through managed care. Am J Manag Care. 2020;26(3 Suppl):S62–S68. doi:10.37765/ajmc.2020.43013

3 World Health Organization. Schizophrenia, Geneva: World Health Organization; 2025 Oct 6. Online publiziert unter: who.int/news-room/fact-sheets/detail/schizophrenia. Zuletzt aufgerufen: Mai 2026. 

4 Bundespsychotherapeutenkammer. Schizophrenie. Berlin: Bundespsychotherapeutenkammer; o.J. Online publiziert unter: https://www.bptk.de/psychische-krankheiten/schizophrenie/. Zuletzt aufgerufen: Mai 2026.

5 Ochoa S, Usall J, Cobo J, Labad X, Kulkarni J. Gender differences in schizophrenia and first-episode psychosis: a comprehensive literature review. Schizophr Res Treat. 2012;2012:916198. doi:10.1155/2012/916198

6 Mojtabai R, Fochtmann L, Chang SW, Kotov R, Craig TJ, Bromet E. Unmet need for mental health care in schizophrenia: an overview of literature and new data from a first-admission study. Schizophr Bull. 2009;35(4):679–695. doi:10.1093/schbul/sbp045

7 Emsley R, Kilian S. Efficacy and safety profile of paliperidone palmitate injections in the management of patients with schizophrenia: an evidence-based review. Neuropsychiatr Dis Treat. 2018;14:205–223. doi:10.2147/NDT.S138478

8 Emsley R, Chiliza B, Asmal L, Harvey BH. The nature of relapse in schizophrenia. BMC Psychiatry. 2013;13:50. doi:10.1186/1471-244X-13-50

9 Andreasen NC, Liu D, Ziebell S, Vora A, Ho BC. Relapse duration, treatment intensity, and brain tissue loss in schizophrenia: a prospective longitudinal MRI study. Am J Psychiatry. 2013;170(6):609–615. doi:10.1176/appi.ajp.2013.12050674

10 Lin D, Joshi K, Keenan A, et al. Associations between relapses and psychosocial outcomes in patients with schizophrenia in real-world settings in the United States. Front Psychiatry. 2021;12:695672. doi:10.3389/fpsyt.2021.695672

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